Freitag, 27. März 2015

Langzeit-Archivierung von Videodaten mit M-Disk



Haben sie auch noch sehenswerte Originalaufnahmen auf DV- oder HDV-Bändern?
Und wie sichern wir optimal und dauerhaft ihre Videoszenen, die wir mit einer Speicherkarte aufgenommen haben?

Bisher habe ich meine älteren Aufnahmen einfach auf dem Masterband belassen.
Nun müssen diese Bänder regelmäßig, also ein bis zweimal im Jahr umgespult werden. Sonst droht eventuell ein Datenverlust durch eine Entmagnetisierung.
Das kann jedoch ein beträchtlicher Zeitaufwand sein. Vergessen darf man es auch nicht!
Und wie lange gibt es noch Band-Abspielgeräte?

Die SD-Karte, das derzeit in Amateurkreisen häufigste Aufnahmemedium ist für eine Langzeitarchivierung zu teuer. Der Flashspeicher ist ebenfalls nicht dafür vorgesehen.
Diese Daten habe ich redundant auf Festplatten gespeichert.

Nun möchte ich meine Videodaten auf einer M-Disk speichern. Und so gehen wir dafür vor:

Aufnahmen von Bändern:
Ich mache das mit Casablanca. Die Systemsoftware Bogart SE gibt es auch für Windows PC. Für HDV Aufnahmen habe ich ein Full HD Projekt angelegt. So werden die Aufnahmen gleich auf das Format Full HD skaliert. Nach der Aufnahme teile ich den Film nach Themen oder Drehorten manuell auf und benenne sie entsprechend. Die Hauptszene wird dann gelöscht. Anschließend erfolgt die automatische Aufteilung der Szenenblöcke von vorne nach hinten. Die Szenen werden nun der Aufnahme entsprechend durchnummeriert. Jetzt löschen wir auch hier die Gesamtszene des Themenblocks. Dann markieren wir die gesamte Szenenablage. Über den Button „Optionen“ wählen wir „Szenen exportieren“ aus. Unter Modus erfolgt der Export als „M2 TS“. Die Qualität stellen wir auf sehr hoch ein.
Verwenden wir den Render Booster, so ist H.264 (TS) Render Booster ein gutes Format.
Beim Export wählen wir hier eine externe Festplatte aus. Nach Möglichkeit sollte das eine leere sein, da wir am Casablanca kein Verzeichnis auswählen können. Dann erfolgt der Export. Für 180 Minuten, also drei Kassetten müssen dafür ca. 360 Minuten mit dem Karat eingeplant werden.

Am PC ist es da etwas einfacher. Hier können wir direkt einen Hauptordner anlegen, in den dann die Szenen exportiert werden. Nach dem Export erstellen wir weitere Ordner, in die dann die Szenen der jeweiligen Themen oder Drehorte verschoben werden.

Szenen von Speicherkarten sichern:
Hier können wir direkt diese Ordner erstellen und die Originaldaten dorthin kopieren. Eine doppelte Sicherung ist hierbei auf jeden Fall zu empfehlen. Aber auch diese Platten halten nicht ewig. Deshalb ist man auch hier später wieder mit weiteren Backup-Sicherungen beschäftigt.

M-Disk Medium:
Seit kurzem verwende ich die BluRay als M-Disk. Statt einer organischen Schicht wie bei einer normalen BluRay verwendet die M-Disc eine anorganische Schicht. Dadurch soll der Datenträger nahezu 1.000 Jahre lesbar sein. Bis zu 25 GB gehen derzeit auf einen Datenträger.

Da die BluRay nicht so schnell verschwinden wird, habe ich mich für diese Art der Archivierung entschieden. Einmal gesichert und ab ins Archiv. Benötigen wir die Daten wieder, so werden sie wie von der Speicherkarte oder Festplatte eingelesen.

Ich habe damit meine Archivierung vereinfacht. Auch meine fertigen Filme sichere ich als ISO- Datei, und in den gleichen Formaten wie bei der gezeigten Archivierung.
Die gesicherten Videodaten auf der Festplatte können dann gelöscht werden.

Weiterführende Informationen:



Preiskalkulation:  15er Spindel M-Disk Bluray kostet ca. EUR 65,00.


Alle Angaben ohne Gewähr.

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